Nationaler Geopark: Vorschläge für das Geotop des Jahres im 20.Jubiläumsjahr gesucht

Korbach(pm). Geotope sind laut Definition erdgeschichtliche Formationen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens vermitteln. Als Beispiele können Aufschlüsse von Gesteinen oder Böden sowie besondere Naturschöpfungen wie Karsthöhlen oder Felsformationen genannt werden. Darüber hinaus weisen Geotope aber auch eine
besondere erdgeschichtliche Bedeutung auf. Sie sind eher selten oder auch bewundernswert schön und daher als Geotop erhaltenswürdig, außerdem für Wissenschaft und Forschung ebenso wertvoll wie für die Lehre der Natur- und Heimatkunde. Auch in 2026 möchte der Nationale Geopark GrenzWelten, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern kann, wieder ein solches Geotop hervorheben. Es wird die Reihe besonderer erdgeschichtlicher Formationen ergänzen, die seit 2017 von einer fachkundigen Jury als „Geotop des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Der Geopark ruft daher geologisch interessierte Laien dazu auf, bis zum 2. März Vorschläge für das Geotop des Jahres 2026 einzureichen. Über eine rege Beteiligung würden sich Geoparkleiter Dr. Georg Bresser und seine engagierten Mitarbeitenden freuen. Die Vorschläge können von Einzelpersonen, Bürgergruppen oder Vereinen eingereicht werden. Eine kurze Beschreibung der Formation und eine Begründung, was das Geotop so hervorhebt, dass es ausgezeichnet werden sollte, sind für eine Bewertung erforderlich. Der oder die Sieger werden nach Kürung durch die Jury des Geoparks dann im späten Frühjahr öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Welche Geotope bereits ausgezeichnet wurden, ist der beigefügten Aufstellung zu entnehmen. Kontaktdaten für die Vorschläge oder für Auskünfte zum Geotop des Jahres sowie allgemein zum Geopark:
Projektbüro „Nationaler Geopark GrenzWelten“, Auf Lülingskreuz 60, 34497 Korbach, Tel. 05631 954-1512, Email geopark@lkwafkb.de.


Geotope des Jahres im Nationalen Geopark GrenzWelten
2017: Devonkalk des Steinbruchs „Schmidt“ und Panzerfisch-Fundstätte in Bad Wildungen-Braunau
2018: Naturdenkmal „Dohlenfelsen“ bei Frankenberg (Eder)
2019: „Hollenkammer“ bei Volkmarsen-Lütersheim
2020: Ederstede (Klingelstede) bei Burgwald-Birkenbringhausen
2021: Riesenstein bei Naumburg-Heimarshausen
2022: „Weiße Kuhle“ zwischen Obermarsberg und Erlinghausen im Hochsauerlandkreis und Wichtellöcher bei Wabern-Uttershausen
2023: Wichtelsteine bei Frankenau
2024: Adorfer Bänderschiefer
2025: Blockschutthalden am Edersee